Für andere alles zu machen, macht andere schuldig. Ist das ein guter Dienst?
Man ist erwachsen, wenn man niemandem mehr gefallen will.
Das Überflüssige muss weg, damit man das Wesentliche sieht.
Sensationen sind reizvoll, wenn sie selten sind. Zwei am Tag sind eine schiere Plage.
Grundprinzip
Durch die Verengung des Weltbilds auf einen kontrollierten Ausschnitt der Wirklichkeit wird die Angst vor der Weite des Daseins aus dem Bewusstsein beseitigt. Statt ohne Wenn und Aber in der Welt zu bleiben, richtet sich das Ego in einem engen Ausschnitt persönlicher Sichtweisen ein. Dort kann es glauben, dass es nicht mehr an sich zweifeln muss. Aus gefühlter Angst ist eine Illusion der Sicherheit geworden.
Weder die Außenwelt noch die Dynamik unserer eigenen Seele ist uns geheuer. Beide Elemente der Wirklichkeit erschrecken uns durch ein bedrohliches Netzwerk an Kräften. Deren Übermacht fühlen wir uns ausgeliefert. Darauf reagieren wir mit Angst.
Unserer AngstAbgeleitet von indogermanisch: angh = eng. folgt der Impuls, uns in eine schützende Enge zu flüchten. Um die Angst zu mindern, versucht unser Ego, ein beruhigendes Weltbild zu schaffen. Beruhigend wirkt ein Weltbild, wenn wir es überblicken können; und wenn es uns im Glauben lässt, wir könnten die Wirklichkeit so kontrollieren, dass es keinen Grund mehr zum Fürchten gibt. Dazu benutzt das Ego Werkzeuge: sogenannte Abwehrmechanismen.
Coping-Strategie oder Abwehrmechanismus
Zwischen CopingVon englisch to cope = bewältigen.-Strategien und Abwehrmechamismen gibt es Ähnlichkeiten und Unterschiede. Beide dienen der Bewältigung unerwünschter Erlebnisqualitäten.
Während der Abwehrmechanismus ein typisches Grundmuster im Umgang mit alltäglichen Widrigkeiten darstellt, kommt die Coping-Strategie bei konkret-belastenden Einzelerlebnissen zum Einsatz. Dabei greift sie oft gleichzeitig auf verschiedene Abwehrmechanismen zurück.
Abwehrmechanismen sind psychische Manöver, durch die wir ein überschaubares Weltbild aufrecht erhalten. Was ein überschaubares Weltbild stören könnte, blenden wir aus. Dazu gehören Fakten, die wir nicht wahrhaben wollen, ebenso wie Gefühle und Handlungsimpulse, vor denen wir uns fürchten.
Die Palette der Abwehrmechanismen ist breit gefächert. Zum Teil gehen sie ineinander über. Oder sie überlappen sich. Obwohl jeder bestimmte Muster bevorzugt, gibt es niemanden, der sich nicht verschiedener bedient.
Abwehr oder Problemlösung
Die Grenzen zwischen Abwehr und Problemlösung sind fließend. Nehmen wir an, Sie langweilen sich. Sie entschließen sich, ins Netz zu gehen und herumzusurfen. Ist das nun eine kreative Lösung des Problems oder wehren Sie durch Ablenkung gefürchtete Impulse ab, die hinter der Langeweile auf Sie warten?
Ob ein Verhalten Abwehr oder kreative Gestaltung ist, ist objektiv kaum zu beurteilen. Das gleiche Verhalten kann mal das eine, mal das andere sein. Entscheiden kann man nur, wenn man die Details der jeweiligen Situation beachtet.
Die Definition der Abwehrmechanismen gehört zu den wesentlichen Konzepten der Psychoanalyse. Den Grundstein legten Sigmund Freud und seine Tochter Anna. Spätere Vertreter der analytischen und tiefenpsychologischen Schulen haben die ursprünglichen Konzepte ausgebaut. Neben der folgenden Liste kann alles als Abwehrmechanismus benannt werden, was der Stabilisierung des Welt- und Selbstbildes bei der Konfrontation mit der Wirklichkeit dient. Als Beispiel sei die Betäubung durch Suchtmittel genannt.
Abwertung spielt als Abwehrmechanismus eine herausragende Rolle. Dabei werden Aspekte der Realität als bedeutungslos oder unwert betrachtet um das bestehende Welt- und Selbstbild gegen eine Infragestellung durch die abgewerteten Wirklichkeitsaspekte abzuschirmen. In der Fabel vom Fuchs, der die Trauben, die er nicht erreichen kann, für sauer erklärt, ist der Mechanismus bildhaft dargestellt.
Abwertung kann sich gegen sämtliche Wirklichkeitsaspekte richten, durch deren Bedeutung man sich verunsichert fühlt. Besonders schädlich ist der Mechanismus, wenn er sich gegen Personen oder Menschengruppen wendet.
Die Abwertung von Bezugspersonen kann im Stillen vollzogen werden; dann dient sie vorrangig dem eigenen psychischen Gleichgewicht. Wird Abwertung offensiv ausgetragen, entsteht, was man neudeutsch als Mobbing bezeichnet. Dann dient sie unmittelbar sozialer Konkurrenz.
Bei der Affektisolierung wird der emotionale Aspekt eines Ereignisses selektiv ausgeblendet. Somit vermeidet man, sich die emotionale Komponente der eigenen Handlungsmotive einzugestehen. Man erlebt sich als ausführendes Organ einer nüchternen Notwendigkeit.
Die Affektisolierung geht oft mit einer Rationalisierung der eigenen Motive einher. Die Affektisolierung führt jedoch nicht zu einer Befreiung des Verhaltens vom störenden Einfluss ungesteuerter Emotionen. Vielmehr wird man erst recht durch den ausgeblendeten Affekt bestimmt. So steckt hinter Svens Schweigen womöglich der Impuls, Petra durch scheinbare Gleichgültigkeit zu treffen und der Richter Besenrein weiß vermutlich nichts von seinem Neid auf jene, die es sich im Gegensatz zu ihm erlauben, Regeln bei Bedarf zu übertreten.
Dem Anderen nützt nicht nur, dass man ihn mit Kuchen füttert. Es nützt ihm auch, dass man eine Schale hat. Einem selbst nützt beides ebenfalls.
Hinter der Abtretung steckt oft die Erwartung besonderer Dankbarkeit. Altruismus und Egoismus bilden dann ein unübersichtliches Gemenge, das eine Beziehung regelrecht vergiften kann.
Aus einem Ich tue das doch gerne für Dich wird ein Ich habe doch soviel für Dich getan.
Bei der altruistischen Abtretung werden eigene Interessen verleugnet. Statt dessen gilt aller Einsatz ähnlichen Interessen anderer Personen, für die sich der Altruist dann um so hemmungsloser einsetzt.
BeispieleDie altruistische Abtretung bietet psychologische Vorteile.
Die altruistische Abtretung ist zweifellos ein sozial nützlicher Abwehrmechanismen. Für den, der sich für andere einsetzt, mag es aber sinnvoll sein, die eigenen Interessen besser zu beachten.
Antizipation, also die planende Vorwegnahme kommender Probleme, ist ein sehr reifer Abwehrmechanismus. Bei der Antizipation werden zukünftige Schwierigkeiten im Voraus bedacht und vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um die Gefahr zu entschärfen, die dem Selbstbild durch ein Scheitern an den Problemen droht.
Aggressive Impulse sind ein Risiko für den Bestand zwischenmenschlicher Beziehungen. Ihr Ausdruck wird oft gefürchtet. Bei der Autoaggression werden solche Impulse vom Gegenüber weg und auf sich selbst gelenkt. So verhindert man, sich unbeliebt zu machen. Gegebenenfalls erntet man sogar Zuwendung und Aufmerksamkeit.
Im autoaggressiven Akt schimmert die Aggression gegen Bezugspersonen oftmals durch. Durch die Folgen der Autoaggression werden sie vereinnahmt, angeklagt oder ins Unglück gestürzt; denn der Schutz einer Beziehung durch Wendung der Aggression gegen sich selbst kann tödlich sein.
Beim Dramatisieren werden Sachverhalte, eigenes Erleben und Empfinden oder die Taten anderer mit übermäßig emotionalem Aufwand dargestellt. Wer dramatisiert, gebraucht Superlative...und wiederholt sie gerne.
Häufiges Motiv beim Dramatisieren ist die Furcht, nicht beachtet zu werden. Durch lebhaftes Auftragen will man sich die Aufmerksamkeit des Gegenübers sichern. Auf Dauer passiert jedoch das Gegenteil. Je öfter man dramatisiert, desto schneller ziehen die Zuhörer das meiste vom Drama stillschweigend wieder ab; was man als mangelndes Interesse erlebt und womöglich zum Anlass nimmt, noch dicker aufzutragen.
Im extremen Fall richtet der, der sich beim Bemühen um Aufmerksamkeit aufs Dramatisieren verlässt, den Blick so begierig auf den Effekt, dass er das Gefühl für die eigene Integrität verliert. Zuweilen scheint es ihm dann so, als führten seine Impulse, und sogar seine Organe, ein Eigenleben: Ein Arm ist plötzlich "gelähmt", für Stunden war man "blind" und wie sie schwanger werden konnte, ist der Jungfrau unerklärlich. Das nennt man Dissoziation.
Fixierung nennt man das Stehenbleiben auf einer bestimmten Entwicklungsstufe. Dadurch werden Progressionsängste vermieden, also die Angst, an den Herausforderungen einer heranrückenden Lebensphase zu scheitern.
Wer idealisiert, sieht vom anderen oder einem Sachverhalt nur noch die positive Seite. So ist die Idealisierung ein Teilaspekt der Spaltung. Sie bezweckt, Kritik und Konkurrenzimpulse, die zu einem Konflikt mit dem anderen führen könnten, abzuschwächen.
Wenn ich mache, was der Meister sagt...
Menschen neigen dazu, anderen besondere Autorität zuzuordnen. Sobald man glaubt, man habe jemanden gefunden, der zweifelsfrei weiß, was richtig ist, kann man auf das Risiko eigenen Denkens und Entscheidens verzichten. Mit dem glücklichen Gefühl, dass nun alles in Ordnung ist, folgt der Gläubige seinem Meister. Solche Mechanismen sind in Politik und Glaubensdingen weit verbreitet.
Der Idealisierung folgt logischerweise die Unterwerfung. Dem Idealen muss man sich kritiklos unterordnen!
Mit der Idealisierung vergesellschaftet ist oft die Identifikation mit dem Aggressor. Sie ist nicht nur ein häufiger Abwehrmechanismus im Kleinen...Die Feindseligkeit einer Weltanschauung geht mit der Neigung ihrer Vertreter, sie zu idealisieren, Hand in Hand. Die Aggressionsbereitschaft konfessioneller Kulte entspringt dem Wechselspiel aus Idealisierung und Unterwerfung. Je mehr sich jemand unterwirft, desto mehr Idealisierung braucht er, um seine Unterwerfung zu rechtfertigen. Die Aggression, die seine Unterwerfung erzeugt, verschiebt er oft auf Gruppenfremde.
Mystische Identifikation oder Konfluenz
Bei der mystischen Identifikation wird die Verflochtenheit mit dem Kontext (an-)erkannt. Bei der Konfluenz wird ein Verfließen mit dem Umfeld angestrebt. Das Erste dient der Überschreitung des Ego, das Zweite seiner Festigung. Bei der Konfluenz schützt sich das Ego durch die Tarnkappe der Gleichheit. Bei der mystischen Identifikation verzichtet das Selbst auf den Anspruch, als besonderes Ego zu gelten.
KonfluenzVon lateinisch com = zusammen und fluere = fließen. mit dem Umfeld dient der Vermeidung gefürchteter Konflikte. Menschen, die sich übereifrig Normen, Konventionen und Erwartungen des Umfelds anpassen, sichern ihre Zugehörigkeit zum Preis eines abgeschwächten Ausdrucks ihrer tiefer gehenden Individualität.
Konfluenzphänomene finden sich....
Konfluenz gehört zur normalen Dynamik sozialer Gruppen. Sie ist thematisch verwandt mit dem Mechanismus der Identifikation mit dem Aggressor. Das Umfeld wird als potenzieller Aggressor gedeutet, der nur akzeptiert, was ihm gleicht.
Erst wenn der Impuls zur Anpassung an das Umfeld überwertig wird, ist der Mechanismus eindeutig pathologisch. Böse Zungen bezeichnen Menschen mit einer Vorliebe für konfluente Muster als "Normopathen".
Konversion und Dissoziation sind nicht dasselbe. Oft treten sie aber gemeinsam auf. Bei der Dissoziation werden einzelne Modi der Selbstwahrnehmung aus dem Zusammenhang des Ich-Bewusstseins abgespalten.
Konversion bezeichnet den Ausdruck der abgespaltenen Inhalte durch symbolhafte Fehlfunktionen der motorischen, sensiblen oder sensorischen Systeme. Das Symptom drückt dann jenen Bewusstseinsinhalt aus, den der Patient bewusst nicht als Element seiner selbst akzeptiert. Zur klassischen Symptomatik der Konversionsstörung gehören:
Von den Konversionsstörungen sind die Somatisierungsstörungen abzugrenzen. Dabei beeinflusst der psychische Inhalt nicht die Funktion der Willkürmotorik, der Sinnesorgane oder der Oberflächensensibilität, sondern die Funktionen des vegetativen Nervensystem und damit die Funktionen innerer Organe. (siehe unten)
Bei der Projektion werden eigene Impulse und Eigenschaften, die man nicht wahrhaben will, anderen zugeschrieben. Projektionen erkennt man an der Pauschalität ihrer Urteile.
Durch Projektion vermindert man Konflikte, die man mit sich selber hat. Das Bild von sich selbst bleibt übersichtlich und widerspruchsfrei. Die Wahrnehmung anderer wird jedoch verzerrt. Da man Impulse, die man nicht wahrhaben will, als "schlecht" bezeichnet, führt Projektion regelhaft zur Herabsetzung anderer...und damit zu Feindseligkeit. Milde Formen der Projektion sind weit verbreitet. Die Übergänge zum Verfolgungswahn sind fließend.
Zum Verständnis der Projektiven Identifikation macht es Sinn, sich die Situation eines Säuglings vor Augen zu halten. Ein Säugling ist allein auf sich gestellt nicht lebensfähig. Seine Existenz setzt die Übernahme wesentlicher Fürsorgefunktionen durch die Mutter voraus. Der Säugling vereinnahmt somit Funktionen, die der Entscheidungshoheit einer anderen Person zugeordnet sind. Man geht davon aus, dass sein Bewusstsein den Hunger und die nährende Brust der Mutter noch nicht zwei unterschiedlichen personalen Einheiten zuordnet. Der Säugling unterscheidet nicht zwischen Ich und Du.
Mit dem Auskeimen des Ich-Bewusstseins in der Frühkindheit beginnt er, diese Unterscheidung mehr und mehr zu treffen. Es ist jedoch keinesfalls die Regel, dass das Bewusstsein des Erwachsenen die Unterscheidung zwischen sich selbst und dem Anderen auf allen Ebenen vollständig vollzogen hat. Ohne sich dessen bewusst zu sein, neigt auch der normale Erwachsene dazu, die Erfüllung eigener psychischer Belange von anderen zu erwarten.
Die Aufgabe zur Erfüllung des Belangs wird auf den Anderen projeziert und gleichzeitig wird die ausgelagerte Funktion der eigenen Identität zugeordnet. Das Ich identifiziert sich mit einer bestimmten Funktion des Du.
Beispiele:Die Projektive Identifikation wird erkennbar, wenn der andere das gewünschte Verhalten nicht zeigt. Da sich die projezierende Person dann in ihrer Identität bedroht fühlt, reagiert sie mit Wut oder Verzweiflung.
Typisch ist, dass die projezierende Person versucht, das erwartete Verhalten beim anderen zu bewirken. Entweder übt sie unmittelbaren Druck aus oder sie verhält sich so, dass ihr Verhalten genau jene Gefühle und Impulse im anderen auslöst, die das erwartete Verhalten anstoßen.
Nicht immer handelt es sich beim erwarteten Verhalten um positive Zuwendung. Auch der Impuls, sich zu kritisieren, zu verachten oder herabzusetzen, kann bei sich selbst verleugnet, dem Gegenüber zugeordnet und schließlich durch ein entsprechendes Verhalten provoziert werden.
Projektive Des-Identifikation ist ein Abwehrmechanismus, der meist nicht als solcher erkannt wird. Er gehört zur normalenWohlgemerkt:
Normal ist nicht dasselbe wie gesund.
Psychodynamik und wird von den meisten Menschen als inhaltlich stimmige Deutung interaktiver Prozesse hingenommen.
Projektive Des-Identifikation und Projektive Identifikation gehen fließend ineinander über. Trotzdem sind es zwei psychische Manöver, die sich voneinander unterscheiden. Die Unterscheidung verbessert das Verständnis dessen, was bei vielen Konflikten vor sich geht.
Während bei der Projektiven Identifikation eine Ich-Funktion des Anderen für eigene psychische Belange vereinnahmt wird, kommt es bei der Des-Identifikation zu einem gegenläufigen Vorgang: Die Urheberschaft eines eigenen innerseelischen Vorgangs wird dem Anderen zugeordnet.
Ein Beispiel macht den Vorgang deutlich:
Klarheit oder Verstrickung
| Die Ich-Grenze ist... | ||
| Klar | oder | Verwischt |
| Mein Frau ist fremd gegangen. Dafür ist sie verantworlich. Wut und Eifersucht sind aber meine Reaktion auf das Ereignis. Für meine Reaktionen bin ich selbst verantwortlich. | Meine Frau ist fremd gegangen. Sie hat mich dadurch wütend gemacht. Sie ist also auch für meine Reaktion verantwortlich. | |
Zwei Aspekte einer alltäglichen...
| Ich-Grenzen-Störung | ||
| Projektive Des-Identifikation | und | Projektive Identifikation |
| Meine Frau hat mich wütend gemacht, indem sie fremdging. | Indem sie treu bleibt, erfüllt meine Frau ihre Verantwortung für mein Wohlergehen. | |
| Sie ist die Urheberin meiner Wut. Wenn ich sie aus der Wut heraus schlage, bin ich nicht dafür verantwortlich, weil sie selbst die Wut verursacht hat. | Wenn sie fremdgeht, erfüllt sie ihre Aufgabe nicht. | |
| Die Verantwortung für Gefühl und Tat verschiebe ich durch Projektion auf mein Gegenüber. Ich des-identifiziere mich von der Urheberschaft meiner eigenen Reaktion. | Das Gegenüber wird für eine Ich-Funktion vereinnahmt. Ich identifiziere einen Teil des Anderen als einen Teil meiner selbst. | |
| Einen Teil meiner selbst ordne ich dem Anderen zu. | Einen Teil des Anderen ordne ich mir selbst zu. | |
Die Abgabe der Verantwortung für eigene Gefühle und Impulse durch Des-Identifikation von der Rolle als Verursacher und Zuschreibung der Urheberschaft an Andere oder "missliche" Umstände ist in der Normalpsychologie verbreitet. Viele stimmen Roman spontan zu, wenn er Simone für seine Eifersucht verantwortlich macht. Tatsächlich ist es aber er, der bewusst oder unbewusst über seine Reaktionen entscheidet.
| Herausbeweger I |
| Emotionen sind Herausbeweger. Wir setzen sie ein, um die Wirklichkeit aus unangenehmen Zuständen heraus in angenehme hinüber zu bewegen. Wir sprechen von emotionalen Reaktionen. Nur selten ist uns dabei klar, dass eine Aktion kein passives Bestimmtsein, sondern selbst dann eine eigenverantwortliche Handlung ist, wenn sie auf Ereignisse re-agiert. |
Nur wenn es die Zielsetzung von Simones Untreue gewesen ist, Roman eifersüchtig zu machen, ist sie tatsächlich die Urheberin seiner Eifersucht. Wollte sie sich aber bloß ein Schäferstündchen mit Bernd gönnen, liegt die entscheidende Urheberschaft der Eifersucht nicht in ihrem Verhalten, sondern in Romans Verlustangst und seiner Erwartung, dass Simone treu zu sein hat.
Seine Wut ist dann kein Schaden, der ihn passiv von außen trifft, sondern ein Werkzeug, das er einsetzt, um zukünftig Simones Treue zu erzwingen.
Ein zweites Beispiel verdeutlicht einen weiteren Aspekt des Abwehrmusters: Die egozentrische Struktur des Weltbildes.
Nein, die Schnecken im Beet machen mich nicht ärgerlich. Was die Schnecken tatsächlich machen, ist Erdbeeren zu fressen. Die Ursache meines Ärgers liegt in mir selbst. Es ist mein Anspruch, dass die Natur mir ihre Früchte zur Verfügung stellt, ohne dass ich dafür "Steuern" an sie zahlen muss.
Zuordnung von Urheberschaft und egozentrisches Weltbild
Die Schnecken sind nicht für meinen Ärger verantwortlich; weil es keine Zielsetzung der Schnecken ist, mich zu ärgern. Im Gegenteil, wahrscheinlich wäre es ihnen lieber, wenn ich über ihre Besuche erfreut wäre.
Ich sage: Die Schnecken machen mich ärgerlich; obwohl sie nichts anderes tun, als sich zu ernähren. Das belegt, wie egozentrisch mein Weltbild ist. Ich deute Ereignisse um mich herum als auf mich ausgerichtet, obwohl sie auf meine Existenz nicht angewiesen sind.
Die Übernahme der Verantwortung für die eigenen seelischen Prozesse ist unverzichtbarer Baustein eines selbstbestimmten Lebens. Wer seine emotionalen Reaktionen konsequent als selbstbestimmtes Handeln deutet, kann sich von einer Menge "Fremdbestimmtheit" frei machen. Er verbessert die Chance, dass er aus der Verstrickung heraus zu sich selbst geboren wird.
Projektive Abwehrmuster im Überblick
| Name | Extern zugeordnet wird... | Beispiel |
| Projektion | Ein Gefühl, ein Impuls oder eine Eigenschaft | Ich bin nicht neidisch. Du bist es. |
| Projektive Identifikation | Die Zuständigkeit für die Erfüllung eines Bedürfnisses | Die Anderen müssen mich loben, damit ich mich wertvoll fühle. |
| Projektive Des-Identifikation | Die Urheberschaft für ein unangenehmes Gefühl oder ein Unvermögen | Meine Eltern sind schuld an meiner Schüchternheit. |
Bei der Rationalisierung wird der theoretische (griech.: theoros = Betrachter) Aspekt eines Sachverhaltes stärker beachtet als der emotionale (lat.: emovere = herausbewegen).
| Herausbeweger II |
| Emotionen sind Herausbeweger. Wenn man sie bewusst durchlebt, machen sie beweglich. Wenn man sie in der Untergrund verbannt, bewegt sich der Boden, auf dem man steht, zuweilen so ruckartig, dass alles einstürzt. |
Wie alle Abwehrmechanismen dient auch die Rationalisierung der Vermeidung von Konflikten und der Sicherung der Autonomie. Im Grundsatz ist es nützlich, Ereignisse zunächst zu betrachten und dann erst zu reagieren.
Betrachtung schafft jedoch Distanz. Wer sich herausbewegt, bewegt sich auf den anderen zu. Übertreibt man es daher, begnügt man sich damit, sich bloß alles zu erklären, wird der Kontakt zum Anderen unlebendig.
Das führt genau zum Gegenteil: Konfliktspannung wird aufgestaut. Die vermeintliche Autonomie wird theoretisch. In seinem privaten Weltbild hat der Rationalisierer alles im Griff. Tatsächlich wird er ständig von verleugneten Emotionen und einer entfremdeten Umwelt bedroht.
Eine Spielart der Rationalisierung ist das Pathologisieren. Es ist in der Psychiatrie weit verbreitet. Beim Pathologisieren werden unangenehme Stimmungen und Gefühle als Krankheitsymptome interpretiert.
Beipiele:Wie bei allen Abwehrmechanismen hängt Nutzen und Schaden des Pathologisierens von der jeweiligen Situation ab. Bei schwerkranken Menschen ist es oft das Beste, zur übermächtigen Symtomatik Abstand zu schaffen, indem man sie als Krankheit auffasst und damit als behandelbares Objekt. Zur vollständigen Heilung von Ängsten, Depressionen und Zwangserscheinungen ist es in einem zweiten Schritt aber ebenso oft nötig, das Symptom wieder als unmittelbaren Ausdruck der eigenen Person zu betrachten.
Bei der Reaktionsbildung wird ein Impuls, den man fürchtet, durch gegenläufiges Verhalten überdeckt.
Beispiele:Wie bei anderen Abwehrmechanismen gibt es auch hier fließende Übergänge zwischen bewusster Absicht und automatisierter Gewohnheit. Wenn man Impulse beharrlich durch ihr Gegenteil überdeckt, verdrängt man sie ins Unbewusste. Der "Freundliche" weiß nichts mehr von seiner Wut, der "Kühle" nichts mehr von seiner Lust und der "Fromme" nichts mehr von seinem Hang zur Bosheit.
Regressive Muster
Unter Regression versteht man den Rückgriff auf kindliche Verhaltensmuster. Dazu gehören grundsätzlich alle Verhaltensweisen, die es erlauben, von der Frontlinie des zweckgerichteten Handelns zurückzutreten und sich zweckfreien Daseinsformen hinzugeben.
Zum gesunden Leben gehört ein Wechselspiel zwischen lösungsorientierter Progression und zweckfreier Regression. Erst wenn man ausschließlich regressive Muster nutzt und der Frontlinie damit zum eigenen Schaden beharrlich ausweicht, wird Regression problematisch.
Problematisch ist aber auch, wenn man nicht genügend regredieren kann; zum Beispiel aus mangelndem Grundvertrauen heraus. Das kann zu schädlicher Überaktivierung des Organismus und psychosomatischen Erkrankungen führen.
Zwischen Somatisierung und Konversion gibt es Parallelen. Bei beiden Mustern werden psychische Inhalte nicht bewusst wahrgenommen. Stattdessen wirken sie sich auf körperlicher Ebene (griech.: soma = Körper) aus. Während man den Ausdruck seelischer Konflikte über das motorische, sensible und sensorische Nervensystem als Konversion bezeichnet, wird der entsprechende Ausdruck über das vegetative Nervensystem Somatisierung genannt.
Resultat solcher Somatisierungen sind funktionelle Symptomkomplexe, die sich um einzelne Organsysteme gruppieren. Zu den klassischen Symptomkomplexen, als deren Ursache man Somatisierungen vermutet, gehören:
Spaltung ist ein früher Mechanismus des Bewusstseins im Umgang mit der Realität. Der Säugling unterteilt die Wirklichkeit in ein grobes Raster: "gut" oder "schlecht". "Gut" ist alles, was er ohne weiteres annehmen kann. "Schlecht" ist, was weh tut oder Mühe macht. Das Raster passt in ein liebevolles Elternhaus. Milch und Liebe nimmt das Kind, gegen Hunger und Desinteresse protestiert es.
Im Laufe der Entwicklung erkennt das Kind, dass vieles nicht entweder-oder ist, sondern sowohl-als-auch; je nach Perspektive, aus der man es betrachtet. Es erkennt, dass manches gut sein kann, obwohl es zunächst weh tut oder Mühe macht: zum Beispiel laufen lernen. Das gilt erst recht für komplexe Aspekte der Realität, wie das eigene Ich und andere Personen.
Bekommt das Kind anfangs genügend Aufmerksamkeit, entwickelt es den Mut, Hindernisse anzugehen und Zwiespältiges erfolgreich zu integrieren. Bekommt es zu wenig, wartet es ängstlich ab: ob die Bestärkung von außen, die es passiv annehmen kann, nicht doch noch kommt. So wird der Reifungsschritt weg von passiver Erwartung und polarisierender Spaltung hin zu Tatkraft und differenzierter Wahrnehmung behindert.
Der Lebensweg des Individuums wird durch die Beibehaltung von Spaltungen als Organisationsprinzip des Weltbilds erheblich erschwert. Es kommt zur Störung der Kompromissfähigkeit bei sozialen Konflikten, zur Störung der Beziehungsfähigkeit, zu Selbstwertproblemen, entwertendem Verhalten gegenüber anderen und zur Anfälligkeit für polarisierende Ideologien.
Sublimation (lat: sublimare = in die Höhe heben, veredeln) gilt als der reifste Abwehrmechanismus. Ihm ist laut Freud die Kultur zu verdanken. Impulse, die an Hindernissen scheitern, werden nicht bloß verdrängt, sondern zur Erlangung von Höherwertigem genutzt.
Sublimiert werden meist sexuelle oder aggressive Impulse, deren direkte Umsetzung das Individuum gefährden könnten. Obwohl Sublimation ein kreativer Weg im Umgang mit frustrierten Bedürfnissen ist, kann auch sie krank machen...
So stimmt es zwar, dass Kulturschaffende oft unglücklich sind, Freud war jedoch zu pessimistisch. Wenn Rüdiger den Mut hat, Adelheid zu rauben, kann er trotzdem ein zärtlicher Liebhaber sein, der Adelheid nicht nur durch Tatkraft beglückt, sondern das Glück auch noch besingt.
Das Ungeschehenmachen kommt gehäuft bei Zwangsstörungen vor. Es ist aber auch im Rahmen der Normalpsychologie verbreitet. Grundmotiv des Ungeschehenmachens sind moralische Bedenken und die Furcht, durch ein bestimmtes Handeln, Denken oder Fühlen das eigene oder das Wohl anderer gefährdet zu haben. Um die Gefahr zu bannen, wird ihr durch ein Sühne-, Vermeidungs- oder Reinigungsverhalten begegnet. Dabei handelt es sich entweder um beliebige Rituale oder um ein Verhalten, das Schuld tatsächlich ausgleicht.
Eng verwandt mit dem Ungeschehenmachen sind Zwangshandlungen sowie Vermeidungs- oder Reinigungsrituale, deren Ziel es nicht ist, bereits entstandene Schuld wieder gut zu machen, sondern künftigen Schaden zu verhindern. Der befürchtete Schaden kann dabei sowohl von eigener Schuld als auch von äußeren Gefahren ausgehen.
Erfolgt das Ungeschehenmachen durch bloße Rituale, sind oft magische Vorstellungen damit verbunden. Zur Tragik vieler Menschen mit einer Zwangssymptomatik gehört jedoch, dass der Glaube an die magische Macht des Rituale oft nur kurz anhält. Dann kommt die Schuldangst wieder hoch und das Ritual muss immer wieder ausgeführt werden.
Bei der Verdrängung verleugnen wir so gründlich, dass wir das Verleugnete kaum noch bewusst wahrnehmen. Bei der Verleugnung wird alles, was nicht ins Weltbild passt, kurzerhand ignoriert.
Verdrängung kommt zum Beispiel bei Depressionen vor. So neigt ein Depressiver dazu, Impulse autonomer Selbstbehauptung zu verleugnen, sobald sie seinen altruistischenEigentlich ist der Dienst des Depressiven pseudo-altruistisch. Er dient nicht wirklich den Interessen anderer. Er dient der Angst des Depressiven, sich bei anderen unbeliebt zu machen. Dienst an den Bedürfnissen anderer gefährden. Genauso verleugnet der Depressive, dass seine Dienstbereitschaft auch egoistischen (also "bösen") Zielen dienen könnte: sich nämlich beliebt zu machen und daraus Vorteile zu ziehen.
Der Verleugnung zum Opfer fallen aber nicht nur Impulse autonomer Selbstbehauptung, sondern auch Bedürfnisse nach Zugehörigkeit; zum Beispiel in der Manie und bei narzisstischen oder paranoiden Persönlichkeitsstörungen.
Verschiebung ist wie Spaltung ein Werkzeug des Bewusstseins. Meist dient sie dazu, zwiespältig erlebte Beziehungen zu sichern. Gefühle, Impulse und Phantasien, die die Beziehung gefährden könnten, werden nicht mehr der Beziehung zugeordnet, sondern auf ungefährliche Bereiche verschoben. Verschiebung führt häufig zur Entstehung von Phobien.
Um den Zusammenhalt zu festigen, werden Aggressionen zwischen Mitgliedern einer Interessengruppe oft auf äußere Feinde verschoben. Der Gruppenfremde wird quasi zum phobischen Objekt, gegen den sich aller Widerwille richtet. Dieser Mechanismus wirkt vor allem bei ideologischen Gruppierungen. Je eindeutiger eine Gruppierung ihre Mitglieder auf eine Sichtweise verpflichtet, desto feindseliger wird sie sich nach außen verhalten.
Grundregel
Wenn es ihm Nutzen verspricht, geht der seelisch Gesunde auf das zu, was er fürchtet. Er nimmt Angst in Kauf und überwindet sie. Bei ihm bleibt die Abwehr konstruktiv. Er nutzt die Werkzeuge um sich kontrolliert weiter zu entwickeln.
Der seelisch Kranke flieht vor dem, was er fürchtet. Er will seine Angst vermeiden. Seine Abwehr wird übermäßig defensiv. Weil er zurückweicht, spürt er den Impuls des Lebens in sich selbst als Gefahr. Um sich davor zu schützen, versteift er sich noch mehr.
Drei psychische Erlebnisweisen werden in der Regel als Symptome aufgefasst: Depressionen, Zwang und Wahn. Entspringt ihr Auftreten keiner körperlichen Ursache, deutet man sie als Folgeerscheinungen psychischer Dynamik. Dann können sie als komplexe Abwehrmechanismen verstanden werden, die nicht nur Endpunkte einer Ereigniskette sind, sondern ihrerseits Werkzeuge des Ego, um gefürchtete Aspekte der Wirklichkeit aus dem Bewusstsein zu halten.
Depressive Gefühle erleben wir meist aus der Sicht eines Opfers. Man sagt: Ich bin deprimiert.Von lateinisch deprimere = niederdrücken. Tatsächlich ist das Niederdrücken aber eine Tätigkeit. Das Deprimiert-Sein erfüllt eine Funktion, die man zwar unbewusst, aber trotz alledem aktiv, ausführt. Man drückt unliebsame Impulse nieder, deren Auftauchen man noch mehr fürchtet als die Schwermut.
Zwangshandlungen und Zwangsrituale dienen der Abwehr von Ängsten. Sie bieten - wenn auch nur flüchtig - Schutz vor der Erkenntnis, dass man niemals im Leben vollständig über sich selbst verfügt.
Durch einen psychogenen Wahn wird die Wirklichkeit einer kosmetischen Operation unterzogen. Den Teil, den er partout nicht wahrhaben will, ersetzt der Wahnsinnige durch eine Deutung, die zu seinem Selbstbild passt.
Der Gebrauch von Abwehrmechanismen ist an sich nicht krankhaft. Erst wenn man sich auf einige wenige Muster beschränkt oder hauptsächlich Muster benutzt, die einer "unreifen" psychologischen Entwicklungsstufe entsprechen, droht der Gebrauch der Abwehrmechanismen psychische Symptome hervorzurufen. Der stereotype Gebrauch bestimmter Muster deckt sich dann mit einer sogenannten Persönlichkeitsstörung.
Manche Abwehrmechanismen gelten als unreif, andere als reif. Eine genaue Aufteilung ist schwierig, weil die Wertigkeit eines Abwehrmechanismus auch von der Situation abhängt, in der er benutzt wird. Als reif gelten Sublimation und Antizipation (Situationskontrolle durch vorausschauendes Handeln). Zu den unreifen Mustern zählen Regression, Spaltung, Projektion oder Projektive (Des)-Identifikation. Es gibt jedoch viele Momente, zu denen Regression besser passt als alle reifen Manöver.
Bei der mystischen Identifikation setzt die Person ihr innerstes Selbst mit der Wirklichkeit gleich. Dadurch lockert sie den Bezug zu ihrem Ego kategorisch. In der Folge sinkt das Bedürfnis, das Selbstbild durch Abwehr erkennbarer Bewusstseinsinhalte entgegen der Wirklichkeit zu stabilisieren.
Wer aus der Perspektive einer mystischen Identifikation heraus die Welt betrachtet, hat die grundsätzliche Unterscheidung zwischen Ich und Nicht-Ich aufgegeben. Da Abwehrmechanismen Strategien des Ich sind, um Gefahren auszuweichen, die vom vermeintlichen Nicht-Ich ausgehen, kann man nach einer solchen Identifikation Gefühle und Impulse ebenso unbefangen wahrnehmen, wie alle anderen Aspekte der Realität. Aus dieser Position heraus ist ein Altruismus möglich, der nicht wie bei der altruistischen Abtretung auf einer Verleugnung egozentrischer Impulse beruht, sondern auf deren Integration in ein ganzheitliches Weltbild.
Von der Abwehr und ihrem Ende
Die mystische Identifikation kann entweder ein Abwehrmechanismus sein, oder das Ende der Abwehr. Sie ist ein Abwehrmechamismus, wenn die Identität von eigenem Wesenskern und dem der Wirklichkeit nur ein gedankliches Konzept ist, an das man glaubt.
Sie ist das Ende der Abwehr, wenn die Identität durch Introspektion eingesehen wird, sodass sich das Ich aus der Identifikation mit dem Ego löst und dem Leben in der Folge aus dem tatsächlichen Selbst heraus begegnet.
Der Übergang von der geglaubten zur vollzogenen mystischen Identifikation wird im Regelfall nur durch beharrliche Selbsterkenntnis und konsequente Akzeptanz der entdeckten Inhalte vonstatten gehen.