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Jeder akut suizidale Patient sollte sich in stationäre Behandlung begeben.

Depression ist ein sprachloser Widerstand gegen falsche Ziele.

Depression

  1. Begriffe
  2. Symptome und Einteilungen
  3. Ursachen
  4. Innerseelische Prozesse
    1. 4.1. Zugehörigkeit und Selbstbestimmung
    2. 4.2. Rollenspiele
      1. 4.2.1. Der untere Weg
      2. 4.2.2. Der narzisstische Zusammenbruch
  5. Lösungsstrategien
    1. 5.1. Psychotherapie
    2. 5.2. Medikamentöse Behandlung
    3. 5.3. Selbsthilfe

1. Begriffe

Früher teilte man Depressionen in endogene, exogene, organische, reaktive und neurotische Formen ein.

Synthym

Als synthym bezeichnet man Symptome, deren begrifflicher Inhalt zur Stimmung passt: düstere Wahnideen oder ent­sprechende Halluzinationen. Synthymer Wahn kommt eher bei Depressionen vor. Synthym heißt: mit der Stimmung.

Parathymer Wahn ist eher Symptom einer Schizophrenie. Der Patient ist heiter oder läppisch und sagt: Morgen werde ich sterben. Parathym heißt: neben der Stimmung.

All diese Begriff sind nicht aus der Welt. Da man im konkreten Fall aber darüber streiten kann, welche Faktoren ausschlaggebend sind, unterteilt man Depressionen heute eher nach Verlauf, Erscheinungsbild und Schweregrad. Annahmen über die Auslöser stellt man zurück. Nur wenn die Zusammenhänge deutlich sind, spricht man mit der Diagnose eine Vermutung über die Ursache aus. So wird die reaktive Depression oft als Anpassungsstörung mit depressiver Symptomatik bezeichnet.

2. Symptome und Einteilungen

Depressivität umfasst ein breites Spektrum von Erlebnisweisen. Ohne klare Grenze reicht es von schwer depressiv mit wahnhaft verzerrtem Selbstempfinden bis hin zu dauernd unzufrieden. Was als depressiv empfunden wird, variiert von Person zu Person; ebenso wann, worauf und wie jemand depressiv reagiert. Denn das Bild einer Depression wird nicht nur durch das Kernsymptom bestimmt, sondern auch durch die Art, wie das Individuum mit dem Kernsymptom umgeht.

Das Kernsymptom der Depression ist das...

Zu den häufigsten Sekundärsymptomen der Depression zählen:

Bei schweren Depressionen kann es zusätzlich zu folgenden Symptomen kommen:

Keines der genannten Sekundärsymptome ist jedoch so unentbehrlich, als dass es bei einer Depression nicht fehlen dürfte. So schlafen manche Depressive bestens, die meisten denken zum Glück nicht an Selbstmord und etliche sind nicht einmals bedrückter Stimmung. Statt dessen fühlen sie sich von immer neuen körperlichen Symptomen beeinträchtigt und haben so eine Erklärung dafür, warum sie dem Leben nicht tatkräftig gegenüber stehen.

Die larvierte Depression

Die somatisierte bzw. larvierte Depression kann diagnostisch kaum von einer somatoformen Störung unterschieden werden.

Der Begriff larviert geht auf das lateinische Wort larvatus = versteckt, verkappt zurück. Unter einer larvierten Depression versteht man ein Krankheitsbild, dass eigentlich den Depressionen zuzuordnen ist, bei dem aber die depressiven Hauptsymptome entweder gar nicht auftreten oder hinter körperlichen Beschwerden zurücktreten.

  • Druck auf der Brust
  • Magen- und Verdauungsprobleme
  • Harndrang
  • Unterleibsbeschwerden
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Schwindel

Die larvierte Depression wird auch als somatisierteVon griechisch soma = Leib. Somatisiert heißt: Die Depressivität drückt sich durch leibnahe Symptome aus. Depression bezeichnet. Oft sucht der Patient verschiedene Ärzte auf, die zunächst symptomatisch behandeln... ohne die Symptome dadurch zu beseitigen. Erst ein Antidepressivum oder eine Psychotherapie schaffen Linderung.

Die Internationale Klassifikation der Krankheiten teilt Depressionen in vier Schweregrade ein:

Schweregrade der Depression gemäß ICD-10

Ausprägung ICD Kennzeichen
Leichte Episode F32.0 Zwei bis drei der oben genannten Symptome. Der Patient kann seine Alltagsaktivitäten noch aufrecht erhalten.
Mittelgradige Episode F32.1 Mindestens vier Symptome. Der Patient hat große Mühe, seine Aktivitäten aufrecht zu erhalten.
Schwere Episode ohne psychotische Symptome F32.2 Mehr als vier Symptome. Der Vollzug der Aktivitäten ist schwer beeinträchtigt.
Schwere Episode mit psychotischen Symptomen F32.3 Zusätzlich Halluzinationen und Wahnideen. Der sinnvolle Vollzug der Aktivitäten ist meist unmöglich.

Treten Depressionen wiederholt auf, gilt die gleiche Einteilung unter der Bezeichnung Rezidivierende Depressionen (F33.0 bis F33.3).

Darüber hinaus beschreibt die ICD-10 zwei weitere Zustandsbilder des depressiven Formenkreises: als Anhaltende affektive Störungen.

In der Praxis sind anhaltende affektive Störungen einerseits sowie leichte bipolare Störungen bzw. leichte rezidivierende Depressionen andererseits oft nur unscharf voneinander zu unterscheiden.

Anhaltende affektive Störungen gemäß ICD-10

Name ICD Kennzeichen
Zyklothymie
Zykloide bzw. zyklothyme Persönlichkeit
F34.0 Es bestehen meist über Jahre hinweg Stimmungsschwankungen mit Depressionen und Phasen leicht gehobener Stimmungslage (Hypomanien), ohne dass die Kriterien einer Bipolaren Störung erfüllt wären.
Dysthymie
Depressive Neurose
Neurotische Depression
F34.1 Chronisch anhaltende depressive Verstimmung mit ständig unterschiedlicher Ausprägungstiefe, ohne dass man von rezidivierenden Depressionen sprechen könnte.

3. Ursachen

Die Depression ist keine Krankheit mit einer Ursache. Meist kommen mehrere Faktoren zusammen:

Die Ursachen der Depression ähneln grundsätzlich den Ursachen seelischer Erkrankungen überhaupt. Spezifisch sind je nach Art der Erkrankung die innerseelischen Prozesse.

Unerwünschte Nebenwirkungen

Viele Medikamente können depressive Verstimmungen verursachen:

4. Innerseelische Prozesse

Depressionen können durch Stoffwechselstörungen verursacht werden; oder durch Gifte und Medikamente. Dann spielt die Betrachtung innerseelischer Abläufe eine zweitrangige Rolle.

Die Mehrzahl der Depressionen wird aber überwiegend durch individuelle Verhaltensweisen und Deutungsmuster bestimmt. Dabei kommt dem Zugehörigkeits-Selbstbestimmungs-Konflikt große Bedeutung zu. Ebenso wichtig für das Verständnis der Depressivität ist die Betrachtung des Wechselspiels zwischen Selbstwahrnehmung und psychologischem Rollenspiel.

4.1. Zugehörigkeit und Selbstbestimmung

Bei der Angst gerät das Bedürfnis nach Autonomie mit dem nach Zugehörigkeit aneinander. Bei der Depression wird der Impuls zur Autonomie dagegen abgeschaltet. Resultat ist das Kernsymptome der Depression: das Gefühl, dem Alltag ohnmächtig und ohne Lebenskraft gegenüber zu stehen. Dem entsprechend hat der Depressive keinen Antrieb. Alles erscheint ihm wie ein Berg, selbst Belangloses kann er nicht mehr entscheiden. Er empfindet Schwermut und Trauer, als habe er mit dem Impuls zur Selbständigkeit das Leben selbst verloren; was in gewissem Maße durchaus stimmt, denn der Impuls zur Autonomie gegenüber dem Umfeld ist der ursprüngliche Impuls des Lebens.

Schmerz und Depression

Zwischen Schmerz und Depression bestehen enge Beziehungen. Zum einen führt chronischer Schmerz oft zur Depression. Das gilt sowohl für Schmerzen organischen Ursprungs als auch für solche im Rahmen eines somatoformen Schmerzsyndroms. Hier ist die Depression Folgeerscheinung des Schmerzes.

Zum anderen gehen viele Depressionen mit einer gesteigerten Empfindlichkeit für Schmerzerlebnisse einher. Daher werden sie von Rücken-, Kopf-, Glieder-, Unterleibs- oder Magenschmerzen begleitet. Manchmal drückt sich die Depression ausschließlich als Schmerz aus. Hier ist der Schmerz Folgeerscheinung der Depression.

Beide Arten sind durch die Reihenfolge, in der die Symptome auftreten, zu unterscheiden.

Anlass, den Impuls zur Autonomie abzuschalten, sind meist chronische Beziehungsstörungen. Der Depressive wagt es nicht, autonome Bedürfnisse gegenüber Bezugspersonen zu vertreten. Zu sehr fürchtet er, sich durch selbständige Entscheidungen die Sympathien anderer zu verscherzen. Um die Angst vor Rivalität und dem Verlust der Geborgenheit zu bannen, blendet er das gefürchtete Bedürfnis nach Selbstbestimmung aus.

Statt der Angst jedoch entronnen zu sein, holt sie ihn wieder ein. Mit dem Impuls zur Selbstbestimmung hat der Kranke die Gefahr, anderen zu widersprechen, zwar gebannt, durch den Verzicht auf eigenständige Handlungsmacht kann er nun aber selbst banale Anforderungen des Alltags nicht mehr erfüllen. Das erzeugt Schuld- und Schamgefühle und eine ängstliche Getriebenheit, die ihm jede Ruhe raubt; weil der Kranke nun erst recht den Verlust seiner Zugehörigkeit befürchten muss. Denn da er nicht mehr in der Lage ist, die Erwartungen des Umfelds zu erfüllen, droht ihn der Missmut der anderen tatsächlich zu treffen. Duckt sich der Kranke noch mehr und macht er sich vor dem Leben noch kleiner, schließt sich der Teufelskreis... und treibt ihn womöglich bis in den Wahn, dass er an allem schuld ist, dass er auf der ganzen Linie versagt hat, dass er alles verlieren wird, dass ihm nichts zusteht und dass ihm kein anderer Ausweg mehr bleibt als der Tod.

4.2. Rollenspiele

Die menschliche Existenz findet auf zwei Ebenen statt.

  1. Als soziales Rollenspiel
  2. Als unverfälschtes Ich-selber-sein
Nur wer wirklich sich selbst wahrnimmt, kann wirklich selbstbewusst sein.

Die beiden Ebenen sind eng mit den Themen Selbstbestimmung und Zugehörigkeit verwoben. Ob man depressiv wird oder nicht, hängt in großem Maße davon ab, ob man sich selbst wahrnimmt, oder ob man sich selbst durch ein überwertiges Rollenspiel aus den Augen verliert.

Rollenspiele sind sehr variabel. Trotzdem kann man zwei typische Muster beschreiben, die gehäuft depressive Erkrankungen nach sich ziehen:

  1. Der untere Weg
  2. Das gestrauchelte Größenselbst oder der narzisstische Zusammenbruch
Wendung der Aggression

Der Depressive wendet seine Aggression nicht nach außen; um dort Gewünschtes zu ergreifen oder Schädliches zurückzuweisen. Er wendet seine Aggression gegen sich selbst; um Impulse zu entkräften, vor denen er sich fürchtet. Die nach innen gerichtete Aggression drückt eigene Impulse nieder. Daher das Wort Depression.

4.2.1. Der untere Weg

Viele Menschen fürchten sich dermaßen davor, auf sich selbst gestellt zu sein, dass ihnen die Bestätigung durch andere über alles geht. Solche Menschen kümmern sich kaum um das, was sie selbst tatsächlich sind. Statt dessen übergehen sie sich blind und halten nach jedem Hinweis Ausschau, wie sie sich verhalten sollten, damit ihr Verhalten immer passend ist. Sie machen ständig Kompromisse. Sie geben immer nach. Sie schlucken jeden Ärger. Sie ballen die Faust, wenn überhaupt, nur in der Tasche.

Wenn der Drang zur Selbstbestimmung auf Dauer am Ausdruck gehindert wird, staut sich ungelebte Aggression, die von dem, der den unteren Weg geht, gegen sich selbst gewendet wird. Das ängstliche Ego sagt voller Wut zum aufbegehrenden Selbst: Du bist daran schuld, wenn die Welt sich gegen uns wendet. Geh weg, ich will dich nicht. Wenn das Selbst den Versuch zur Selbstbehauptung schließlich aufgibt, verfällt selbst das Ego in Depression.

4.2.2. Der narzisstische Zusammenbruch

Nicht jeder, den die Depression am Kragen packt, ging vorher den unteren Weg. So mancher tat das Gegenteil. Statt sich wertschätzend wahrzunehmen, wie er tatsächlich ist, verliebt sich der Überflieger in ein sogenanntes GrößenselbstSo hat es die Psychoanalyse genannt. Tatsächlich ist das Größenselbst aber kein Selbst, sondern bloß ein Bild davon. Das wirkliche Selbst ist weder groß noch klein. Es ist einfach nur es selbst.. Dabei handelt es sich um ein ausgeschmücktes Selbstbild, das er beharrlich mit dem echten Selbst verwechselt.

Solange es dem Narzissten gelingt, auf der Bühne des Lebens die Rolle zu spielen, die seinem Selbstbild nahe kommt, ist er guter Dinge. Meistens gehören zum glänzenden Selbstbild Symbole sozialen Erfolgs. Der Überflieger ist tüchtig. Im Beruf ist er ehrgeizig. Er arbeitet hart, steckt sich hohe Ziele. Er hat eine schicke Freundin, fährt das passende Auto, macht tolle Urlaube, kleidet sich gut und fühlt sich um seinen Rang beneidet.

Wenn das Leben bloß nicht so einfallsreich wäre... Und wenn das Streben nach äußerem Erfolg nicht soviel Kraft kosten würde... Das Leben ist aber einfallsreich. Und Leistungsdruck zehrt aus. Daher stürzt fast jeder Erfolgsverwöhnte irgendwann mal ab. Der Chef hat einen neuen Kronprinzen. Die Partnerin geht fremd. Die Bank verweigert Kredite. Das Auto muss verkauft werden. Die Zuversicht stürzt in einen Abgrund, der dem gestrauchelten Sieger als blankes Nichts erscheint; weil er sich nie mit der Frage beschäftigt hat, was die Leere in seiner eigenen Tiefe enthält.

5. Lösungsstrategien

Je nach Ausprägung einer Depression, Persönlichkeit des Patienten, dessen Alter und den Begingungen des Umfelds, in dem er lebt, kommen unterschiedliche Maßnahmen in Frage. Man kann sie als passive oder aktive Ansätze klassifizieren.

Bei schweren Depressionen ist eine stationäre Behandlung notwendig, bei akuter Selbstmordgefährdung ist sie sogar unumgänglich. Da ein schwer depressiver Patient nicht in der Lage ist, sein eigenes Verhalten zielorientiert zu überdenken, kann er aus eigener Kraft zunächst kaum etwas zu seiner Gesundung beitragen. Hier ist eine Behandlung mit Antidepressiva erste Wahl. Erst später ist auch an Psychotherapie zu denken.

Bei mittelgradigen Depressionen hat man von Anfang an die Wahl. Je nachdem, welche Hilfe der Patient erwartet, kann man sich zwischen beiden Möglichkeiten entscheiden. Oder man wird sie miteinander kombinieren.

Bei leichten Depressionen wird man mit dem Einsatz von Medikamenten zögerlich sein. Gerade hier liegt der Einsatz aktiver Maßnahmen am nächsten.

Hürden

Viele Umstände erschweren die Heilung von Depressionen. Man kann sie in drei Gruppen einteilen:

Störfaktoren auf dem Weg zur Gesundheit
Biographisch Sozial Biologisch
Kindheitstraumata Familiäre Konflikte Zusätzliche körperliche Krankheiten
Probleme in der Schulzeit Schlechtes Arbeitsklima
Berufliche Überforderung
Unverträglichkeit von Antidepressiva
Niedriger Bildungsstand Niedriger sozialer Status
Arbeitslosigkeit
Genetische Besonderheiten
Frühes Auftreten seelischer Probleme Nachbarschaftskonflikte Organisch bedingte kognitive Einschränkungen
Suchtentwicklung Fehlende soziale Bindungen Schichtwechsel
Frühe Verlusterlebnisse Entwurzelung
Migrationshintergrund
Weltanschauliche Starre des kulturellen Umfelds

Neben den oben genannten Hürden können auch physikalische Störfaktoren (z.B. Verkehrslärm, ständiger Aufenthalt in lichtarmer Umgebung) eine große Rolle spielen.

5.1. Psychotherapie

Verhaltenstherapeutische oder Tiefenpsychologische Therapie sind bei Depressionen gleichermaßen geeignet.

Verhaltenstherapie

Wie kann ich effektiv handeln? Wie erreiche ich, was ich will?

Bei der Verhaltenstherapie entwerfen Therapeut und Patient gemeinsam einen Plan, wie die Anforderungen des Alltags wieder zu bewältigen sind. Herausgefordert durch die Erwartungen des Therapeuten und ermutigt durch dessen Zuspruch, macht sich der Patient daran, den Plan zu erfüllen. Mit zunehmendem Erfolg schwächen sich seine Gefühle der Schuld und des Ungenügens ab. Der Mut zur autonomen Selbstbestimmung springt wieder an.

Tiefenpsychologie

Was läuft in meinem Inneren ab? Was will ich eigentlich?

Bei der Tiefenpsychologischen Therapie führt der Therapeut den Patienten durch Fragen, Deutungen und Hinweise zu einem verbesserten Einblick in die Psychodynamik des Problems. Der Patient erkennt, dass er kein Opfer rätselhafter Mächte ist, die ihn wahllos ins Elend pressen, sondern dass seine Probleme Folgen bestimmter Ängste und Vermeidungstrategien sind, über die er vielmehr selbst bestimmen kann, als er bisher dachte. Daher fasst er neuen Mut, sich den Widrigkeiten des Daseins mit ganzer Kraft zu stellen.

5.2. Medikamentöse Behandlung

Bei der Pharmakotherapie der Depression kommen zu allererst Antidepressiva zum Einsatz. Kommt es bei einer schweren Depression zusätzlich zu psychotischen Symptomen - einem Verschuldungswahn, einem Verarmungswahn oder auch zu Stimmenhören - ist der Einsatz von Neuroleptika sinnvoll. Symptomatisch können bei starker Unruhe, Ängsten oder ausgeprägten Schlafstörungen Tranquilizer oder Schlafmittel verordnet werden. Bei wiederkehrenden Depressionen und solchen, die sich mit Manien abwechseln, sind Stimmungsstabilisatoren erforderlich.

5.3. Selbsthilfe

Ist eine Depression nicht so ausgeprägt, als dass sie den Patienten lähmt, kann er selbst einiges dazu beitragen, depressive Symptome zu beiseitigen und neuen vorzubeugen.

Da Depressionen meist das Resultat chronischen Fehlverhaltens sind, lohnt es sich für jeden, der depressive Verhaltensmuster praktiziert, seine Muster beharrlich zu überdenken. Falls der Test bei Ihnen deutlich positive Werte zeigt, könnten die Anregungen des Testergebnisses nützlich sein.