Bitte beachten Sie auch die Allgemeinen Hinweise über den Umgang mit Psychopharmaka

Treffen Sie Entscheidungen über den Umgang mit Psychopharmaka ausschließlich in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.

Schlafmittel sollte man nur einsetzen, wenn die Schlafstörung stark belastet und andere Möglichkeiten zur Regulierung des Schlafes nicht zur Verfügung stehen.

Eine medikamentöse Behandlung der Schlafstörung sollte wenn möglich bald ausgeschlichen werden.

Schlafmittel

Schlafstörungen sind weit verbreitet. Besonders oft treten sie im Zusammenhang mit psychischen Störungen auf. Dem entsprechend ist die Nachfrage nach Einschlaf- und Durchschlafhilfen groß. Neben den frei verkäuflichen Substanzen kommen alle Psychopharmaka zum Einsatz bei denen eine schlaffördernde Wirkung bekannt ist. Je nach grundsätzlicher Diagnose gehören sedierende Antidepressiva und Neuroleptika ebenso dazu wie die Tranquilizer.

Vorteil der Antidepressiva und der Neuroleptika ist die fehlende Suchtgefahr. Allerdings sind andere mögliche Nebenwirkungen bei diesen beiden Substanzgruppen problematischer.

Wegen der Suchtgefahr greift man heute jedoch weniger zu Tranquilizern und mehr zu neueren Substanzen, bei denen zwar ebenfalls eine Suchtgefahr besteht, die aber spürbar geringer zu sein scheint, als bei den Benzodiazepinen. Zu den neuen Schlafmitteln gehören Zopiclon und Zolpidem. Die Nebenwirkungen und Kontraindikationen dieser beiden Mittel ähneln denen der Benzodiazepine.