Wer nicht weiß, was er weiß, wird gewusst.

Wahrheit ist die Nahrung der Psyche. Je mehr Irrtum sie zu sich nimmt, desto kränker wird sie.

Informationen sind nützlich, wenn man verstanden hat, wofür man sie gebrauchen kann.

Information

  1. Begriff und Wirkung
  2. Wissen und Information
  3. Medien
    1. 3.1. Direkte und indirekte Information
  4. Schutz der seelischen Gesundheit

1. Begriff und Wirkung

"Information" geht auf das lateinische Verb "informare" zurück. Somit heißt "informieren" eigentlich "einformen". Informationen sind formgebende Muster, die die innere Form dessen bestimmen, der sie aufnimmt. Sie prägen sein Bewusstsein. Sie formatieren sein Weltbild und seine Verhaltensmuster; ungeachtet dessen, ob sie richtig oder falsch sind.

Man sagt: Ich verfüge über Informationen. Die ganze Wahrheit ist das nicht. Es stimmt auch umgekehrt: Informationen verfügen über mich.

2. Wissen und Information

Wissen beruht auf der Kenntnis realer Sachverhalte. Damit ist es die Grundlage wirkungsvollen Handelns. Man sagt zu recht: Wissen ist Macht.

Wissen macht vor allem mächtig, wenn es sich auf Sachverhalte bezieht, die wir beeinflussen können. Wissen wir von Dingen, auf die wir keinen Einfluss haben, stärkt uns jedoch auch das; indem es die Basis des Urteilsvermögens verbreitert.

Wissen wird entweder unmittelbar durch Wahrnehmung erworben oder durch Informationen vermittelt. Erfahren wir von einer Sache durch eigene Anschauung, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die gewonnene Kenntnis überwiegend der Wahrheit entspricht. Aus solchem Wissen entsteht ein Weltbild, aus dem heraus wir das Leben sinnvoll gestalten können.

Ein großer Teil unseres "Wissens" erreicht uns nicht durch unmittelbare Anschauung, sondern durch vorgefertigte Information. Eine Menge Informationen sind jedoch von zweifelhaftem Wert oder gar schädlich.

3. Medien

Früher lag das Informationsmonopol in der Hand weniger. Was für wahr zu halten war, bestimmten Kaiser und Kirche. Dem entsprechend waren die meisten Menschen seelisch krank. Die Gewalttätigkeit vergangener Epochen ging mit der Verbreitung seelischer Störungen durch monopolisierte Fehlinfomation Hand in Hand.

Heute ist manches besser. Das Recht zu informieren ist demokratisiert. Trotzdem ist eine gedankenlose Akzeptanz von Informationen nicht angebracht. Die sogenannte "Informationsgesellschaft" wird durch Medien mit einer Flut von Bildern und Denkmustern überschwemmt. Tatsächlich leben wir aber nicht nur in einer "Informationsgesellschaft", sondern auch in einer Gesellschaft, deren Wertvorstellungen von Angst und Gier beeinflusst sind. Das Weltbild dieser Gesellschaft wird durch ihre Medien verbreitet. Da seelische Gesundheit durch Angst und Gier gefährdet wird, kann das Wohlbefinden des Einzelnen durch den Konsum solcher Informationen beeinträchtigt werden.

3.1. Direkte und indirekte Information

Bei der direkten Information ist der übermittelte Inhalt offensichtlich. Direkte Informationen haben einen unmittelbaren Sachbezug. Die Gefahr, durch einen Bericht über den Lebenszyklus einer Murmeltierkolonie fremdbestimmt zu werden, ist gering. Zu bedenken ist allerdings, dass auch direkte Informationen durch die Auswahl derer, die sie liefern, in die Irre führen können. Dazu zählt offene oder verkappte Propaganda für dieses oder jenes Weltbild. Immerhin fällt es relativ leicht, direkten Informationen gegenüber Stellung zu beziehen.

Anders ist das bei indirekten Informationen. Indirekte Informationen sind Einformungsmuster, die den Beiträgen der Medien beiläufig inneliegen. Dazu gehören die suggestiven Fehlinformationen der Werbung ebenso wie die arrangierten oder fiktiven Beziehungsmuster, die durch Krimis, Spielfilme, Schnulzen, Talk-Shows oder Daily-Soaps vermittelt werden. Indirekte Informationen werden oft unbewusst ins eigene Weltbild übernommen.

4. Schutz der seelischen Gesundheit

Das Gehirn entspricht der Hardware, die Psyche dem Betriebssystem. Informationen sind Programme, die das Betriebssystem ausführt. Halten Sie es für empfehlenswert, es Unbekannten auf der anderen Seite der Informationskanäle zu überlassen, welche Programme bei Ihnen installiert werden? Wohl kaum. Schützen Sie sich durch eine Firewall:

Kurz gesagt: Wählen Sie achtsam aus, womit Sie Ihre Psyche füttern.