Sich über andere zu stellen, heißt nicht bei sich zu sein. Nicht bei sich zu sein, heißt unter sich zu stehen.
Das Diesseits ist Unterscheidung zwischen rein und unrein. Das Jenseits ist die Ankunft des Reinen am Ziel.
Subjektivität ist Wo, Wann und Dass der Wirklichkeit.
Wer stirbt, erkennt, dass er schon immer war und vergisst, dass er je gewesen ist.
Die höchste Seinsart des Subjekts ist unterwerfungsfrei. Weder unterwirft sie, noch ist sie unterworfen. Sie ist die höchste Seinsart der Existenz, weil es in ihrer Gegenwart kein Unter mehr gibt.
Das Subjekt löst jede Struktur auf, in die es sich erstreckt. Form ist zeitlich begrenzt, weil sie das Unbegrenzte nicht halten kann.
Das absolute Subjekt tritt als Eigenschaft von Strukturen in Erscheinung, durch die es sich Ausdruck verschafft.
Vielleicht ist die Subjektivität des Einzelnen nur eine Eigenschaft seiner materiellen Struktur. Vielleicht ist das Bewusstsein nur Funktion einer komplizierten Sache, die sich die Interessen ihrer abgegrenzten Existenz symbolisch in ein Ich verdichtet, dem nichts Eigenständiges entspricht. Dann ist "Subjektivität" ein Trugschluss, hinter dem sich ein Mechanismus verbirgt, der bloß noch nicht verstanden ist. Sollte sich Subjektivität als Mechanismus erweisen, wird "wirklich" und "unwirklich" nicht mehr zu unterscheiden sein.
Vermutlich ist es aber anders. Vermutlich kommt Subjektivität echte Wirklichkeit zu. Ist es so, kann es sie nur einmal geben; denn gäbe es sie mehrfach, wären die "Subjektivitäten" für einander Objekt. Gibt es Subjektivität, ist sie folglich unteilbar und unabgrenzbar. Sie ist die tragende Matrix von Wert, Wahrheit und Sinn. Wenn sie zum Wesen des Menschen gehört, muss, was subjektiv an ihm ist, wesensgleich mit allem sein, dem ebenfalls Subjektivität zukommt. Subjektivität beginnt weder mit der Geburt, noch endet sie mit dem Tod. Sie begegnet im Gegenüber immer auch sich selbst. Echte Religion schützt Subjektivität bedingungslos.
Psychische Störungen betreffen immer das Subjekt. Erst das gibt ihnen Bedeutung. Es ist das Subjekt, das handelt, erlebt und leidet. Das Verständnis der Subjektivität ist daher ein Zielpunkt jeder heilenden Erkenntnis. Da Subjektivität begrifflich jedoch nicht abschließend definiert werden kann, beleuchtet jede Theorie immer nur Aspekte.
Vorgaben
Wenn Begriffe wie Welt, Mensch und Wirklichkeit in einem Atemzug genannt und mit psychiatrischen Symptomen in Verbindung gebracht werden, ist klar, dass es um eine ganzheitliche Betrachtung geht. Das individuelle Erleben wird nicht als bloß inner-psychisches oder psycho-soziales Phänomen betrachtet, sondern als Teilaspekt einer zusammenhängenden Wirklichkeit.
Die biologische Psychiatrie betrachtet seelische Phänomene als Ausdruck körperlicher Bedingungen. Sie geht von einem naturwissenschaftlichen Weltbild aus. Sie sieht die Grundlage aller Wirklichkeit in ihrer materiellen Komponente: der physikalischen Realität. Psyche ist in den Augen der biologischen Psychiatrie eine Eigenschaft komplexer materieller Strukturen und somit ebenso physikalisch.
Die biologische Psychiatrie definiert eine gesunde Norm seelischer Erfahrung. Sie geht davon aus, dass dieser Norm eine ordnungsgemäße Struktur des Gehirns sowie ein ordnungsgemäßes Funktionieren von Stoffwechselprozessen zugrunde liegt. Symptome sind für sie Folge gestörter Strukturen und Abläufe im Gehirn. Dem entsprechend sucht sie nach Heilmitteln, die auf materielle Strukturen einwirken. Der Schwerpunkt ihrer Forschung richtet sich auf die Entwicklung von Substanzen, die in den Stoffwechsel zwischen den Hirnzellen eingreifen. Dabei hofft die biologische Psychiatrie die physikalischen Grundlagen der Hirnfunktion eines Tages so umfassend zu verstehen, dass sie Substanzen zur Heilung aller seelischen Leiden entwickeln kann.
Der psychologische Ansatz erkennt die Bedeutung körperlicher Faktoren an. Im Gegensatz zur biologischen Psychiatrie glaubt er aber nicht, dass man das gesamte seelische Erleben auf körperliche Prozesse zurückführen kann. Die Psychologie ordnet der Psyche eine eigenständige Bedeutung zu. Sie glaubt, dass seelische Phänomene nicht nur Ausdruck physikalischer und biochemischer Ereignisse sind. Sie betont, dass der Psyche eine eigene Gesetzmäßigkeit inne liegt, deren Störung zu Symptomen führt. Die Psychologie erweitert den naturwissenschaftlichen Ansatz um eine geisteswissenschaftliche Dimension. Sie geht davon aus, dass der größere Teil des seelischen Leids dieser Dimension entspringt.
Beiden Denkmodellen ist gemeinsam, dass sie das Individuum als abgegrenztes Etwas betrachten, dessen Eigenständigkeit alleine auf seiner Abgrenzung beruht. Die biologische Psychiatrie sieht es als materiellen Organismus, dessen psychischer Oberton den Bestand der materiellen Struktur betreibt. Die Psychologie beschreibt es als psychosomatische Einheit. Für beide steht das Individuum der Welt als umgrenztes Etwas gegenüber; so wie ein Objekt dem anderen.
Beide Theorien bezweifeln keineswegs, dass die Einheit Mensch als offenes System mit der Welt im Austausch steht. Die Welt wirkt auf den Menschen ein. Der Mensch manipuliert das Material der Welt zu seinem Vorteil. Beide Theorien sind jedoch dualistisch. Sie unterscheiden grundsätzlich zwischen innen und außen, zwischen Ich und Nicht-Ich. Das Ich begegnet der Welt als dem, was es selbst nicht ist. Es ist eine Person unter vielen, einer von vielen Spielern auf dem Feld. Das Ich existiert in der Welt als selbständiger Partikel, der sein Schicksal gegen die Welt zu bestimmen hat.
Der ganzheitliche Ansatz geht über die dualistische Sichtweise hinaus. Er glaubt, dass seelisches Leid am besten zu lindern ist, wenn man das Ich und die Welt als kohärenten Ausdruck einer verbindlichen Wirklichkeit betrachtet, deren Elemente sinnhaft aufeinander bezogen sind.
Das Wesen der Subjektivität ist schwer zu verstehen. Zunächst gilt: Das Subjekt erkennt die Objekte. Das Subjekt ist das Erkennende, die Objekte sind das Erkannte. Objekt ist, was erkannt werden kann. Wäre das Subjekt erkennbar, wäre es kein Subjekt mehr, sondern ebenfalls ein Objekt. Will man verstehen, was Subjektivität ist, muss man daher den Umweg über die Objekte machen. Erst wenn man ausschließt, was Subjektivität nicht sein kann, nähert man sich dem, was sie sein könnte.
Materielle Objekte
Es gibt verschiedene Objekte. Materielle Objekte bestehen aus einer begrenzten Menge an Substanz. Sie haben ein Innen und ein Außen. Ihre Position ist durch Koordinaten in der Raumzeit festgelegt. Durch die Substanzen, aus denen sie bestehen, und durch deren Menge, kommen ihnen weitere Eigenschaften zu, die sie über die geometrische Form hinaus bestimmen. Physikalische Eigenschaften, raumzeitliche Position und geometrische Form bilden zusammen eine Gestalt. Diese Gestalt ist zu jeden Zeitpunkt so wie sie ist, und nicht anderes. Materielle Objekte stehen in der Raumzeit miteinander in Beziehung. Sie begegnen sich über ihre jeweiligen Grenzen hinweg. Der Zeitpunkt, zu dem sie sich begegnen, heißt Gegenwart.
Virtuelle ObjekteVirtuelle Objekte sind Zwitter. Sie haben weder eine geometrische Form noch bestehen sie aus materieller Substanz. Ihre Position ist zwar in der Zeit festgelegt, nicht aber im physikalischen Raum. Zu den virtuellen Objekten zählen Gefühle und Ideen. Obwohl virtuelle Objekte weder materielle Substanz noch eine geometrische Form haben sind sie objektiv; denn die wesentliche Eigenschaft des Objektiven ist ihnen trotzdem zueigen: Sie sind erkennbar, geformt und begrenzt.
Über das Verhalten stehen Gefühle mit der Umwelt in Beziehung. Sie haben spezifische Wirkungen, die sich voneinander unterscheiden. Im Bewusstsein begegnen Gefühle dem, was sie selbst nicht sind: Gedanken, geistigen Bildern, erinnerten Szenen.
Auch Gedanken, geistige Bilder und Erinnerungen können als virtuelle Objekte aufgefasst werden. Wie jedes echte Objekt sind sie erkennbar. Darüber hinaus sind sie unterscheidbar und definiert. Der Gedanke Ich esse ein Brot unterscheidet sich vom Gedanken E = mc2. Er schließt diesen nicht ein. Die Vorstellung einer Sommerwiese ist erkennbar anders als die Erinnerung an Prügel in der Schule.
Zwischen materiellen und virtuellen Objekten gibt es Unterschiede. Materielle Objekte sind grundsätzlich für alle erkennbar, virtuelle Objekte nicht. Virtuelle Objekte sind nur dem zugänglich, in dessen Bewusstseinsfeld sie auftauchen. Sie sind somit auch subjektiv. Ihre Subjektivität besteht jedoch nicht darin, dass sie weniger existent als materielle Objekte wären; also "bloß" subjektiv. Sie besteht vielmehr darin, dass sie für andere nicht unmittelbar erkennbar sind.
Zwitter
Nicht nur die virtuellen Objekte sind offensichtlich Zwitter. Der Mensch selbst ist ein Zwitter. Es kommt ihm Subjektivität und Objekthaftigkeit zu. Er ist Objekt, weil etwas von ihm erkannt werden kann. Seine Subjektivität liegt darin, dass er etwas erkennt. Die Subjektivität des Menschen geht aber über die der virtuellen Objekte hinaus. Während virtuelle Objekte für das Individuum grundsätzlich erkennbar sind, bleibt sein subjektiver Pol auch ihm selbst verborgen.
Im üblichen Sprachgebrauch stellen wir das "Objekt" dem "Subjekt" gegenüber. Das ist problematisch. Das Wort "Subjekt" ist eine Personifizierung der Subjektivität. Es verführt dazu, uns den erkennenden Pol der Wirklichkeit als Person vorzustellen und damit als abgegrenzte Einheit, die ähnlich konstruierten Einheiten begegnen könnte. Da es aber keine zwei Subjektivitäten nebeneinander geben kann, müssen wir uns beim Gebrauch des Wortes "Subjekt" grundlegender Dinge bewusst sein:
Kaum haben wir ein paar Gedanken über das Wesen des Subjekts formuliert, schon sind sie Zielscheiben des Zweifels. Da heißt es einerseits, Subjektivität sei form- und grenzenlos. Wie will man dann aber ausschließen, was sie nicht sein kann? Jeder Ausschluss ist doch eine Grenze!
Da heißt es außerdem: ...wenn man ausschließt, was Subjektivität nicht sein kann, nähert man sich dem, was sie sein könnte. Ist es nicht absurd, das Grenzenlose als einen Rest zu definieren?
Das Problem, das in diesen Widersprüchen auftaucht, weist auf das besondere Wesen des Subjektiven hin. Nicht nur dann, wenn Begriffe und Formulierungen plausibel erscheinen, können wir etwas von seinem Wesen verstehen. Auch im Widerspruch gegen die Logik der Sprache taucht es auf. Die Unbegrenztheit des Subjektiven entzieht sich dem Versuch, sie mit Begriffen zu umgreifen. Man kann sie nicht durch Formulierungen, also Formbildungen, eingrenzen. Immerhin: Die Widersprüche, zu denen sie unser Denken verurteilt, sind ein Indiz dafür, dass wir beim Kampf um das rechte Verständnis der Subjektivität die richtige Burg umzingelt haben. Nur ein Gegner, der uns wirklich überlegen ist, kann unseren Verstand derart foppen.
Sobald wir uns mit dem Wesen der Subjektivität befassen, haben wir mit unserer Sprache ein Problem. Das hängt mit dem Platz zusammen, der uns in der Wirklichkeit zukommt. Wir betrachten die Welt nicht aus ihrem Zentrum heraus. Wir betrachten sie von irgendwoher. Da die Welt von dort aus rätselhaft erscheint, hat sich der Geist darauf spezialisiert, passende Teile zu sortieren. Der Geist in der Zerstreuung sucht die Einheit aus der er stammt. Der Verstand des Zerstreuten hat eine Vorliebe für das, was zusammenpasst. Er bevorzugt Integration, Harmonie und Logik. Vor Asymmetrie und Absurdität schreckt er zurück. Die Wirklichkeit ist aber nicht nur ein Zusammenpassen. Sie drückt sich auch in dem aus, was auseinander fällt.
Ein Blick auf das, womit unser Geist jenseits dieser Alltagslogik umgeht, gewährt uns der Traum. Im Traum ist der Verstand vom Korsett der Sinne und deren oberflächlicher Betrachtung befreit. Im Traum nähern wir uns der Subjektivität, zu deren Zentrum hin das Vorurteil der Logik schwächer wird. Im absoluten Subjekt fehlt das Gefälle, das alles Wasser zum Ozean fließen lässt. Aus seiner Sicht stehen Integration, Harmonie und Logik gleichberechtigt neben Zerfall, Asymmetrie und Absurdität. Das absolute Subjekt selbst ist eine Harmonie, die die Widersprüche der dualistischen Realität in sich vereint. Es sollte uns daher klar sein, dass die benutzten Begriffe in die Richtung einer Wirklichkeit weisen, die die Begriffe umfasst; und nicht umgekehrt.
Wir haben gesehen, dass es nur ein Subjekt geben kann. Gäbe es mehrere, wären es Objekte. Wenn das Subjekt aber kein Objekt ist, kann es nicht nur außerhalb der Objekte sein. Es stieße dann an deren Grenze. Also erstreckt sich das Subjekt in die Objekte hinein, ohne vom Objekt selbst begrenzt zu sein.
Zur Gestalt des Objekts gehört nicht nur seine Erkennbarkeit, sondern ebenso Form, Position und Begrenzung. Objekte können ineinander liegen, so wie verschieden große Puppen einer russischen Babuschka. Die einzelnen Puppen unterscheiden sich durch ihre Größe. Objekte unterscheiden sich überhaupt. Es kann zwar sein, dass sich zwei Objekte überlappen, sodass das eine Teil des anderen ist, zwei Objekte, die in allen Qualitäten gleich sind, sind in Wirklichkeit jedoch nur eins.
Das Subjekt erstreckt sich in die Objekte hinein. Das ist nicht so zu verstehen wie bei den russischen Puppen. Das Subjekt wohnt nicht im Objekt und verlässt es bei Gelegenheit. Das Objekt ist vielmehr Ausdruck einer Subjektivität, die solange als sein eigentliches Wesen in ihm enthalten ist, bis das Objekt zerfällt. Vor der Existenz des Objekts, während seiner Existenz und danach ist das Subjekt, das sich als Objekt Ausdruck verschafft, vollständig. Die Begrenztheit des Objekts ist keine Begrenzung des Subjekts. Sie gehört zu den Möglichkeiten seines Ausdrucks. Jenseits des Subjekts gibt es keine Objekte.
Das Subjekt manifestiert sich als Objekt. Wäre es nicht in der Lage, sich als begrenztes Objekt Ausdruck zu verschaffen, wäre es kein Subjekt. In jedem Objekt verwirklicht es eine seiner Möglichkeiten. Indem es Formen zusammenbringt, ermöglicht es den Formen einander zu begegnen. Durch die Begegnung der Formen entstehen komplexe Gestalten, die aus mehreren Objekten und deren Beziehungen bestehen. Auch diese Gestalten sind Objekte.
Der gemeinsame Inhalt aller Formen bleibt formlos. Abgesehen vom Subjekt ist alles leer. Objekte haben kein eigenes Wesen, das analog zu ihrer manifesten Form von einer Außenwelt abgegrenzt wäre. Das Wesen jeder Form ist das Potenzial des Subjekts.
Eigentlich ist das Subjekt nicht formlos. Durch der Vielfalt der Objekte, in die es sich erstreckt, drückt es ja gerade seine Formen aus. "Formlos" heißt also nicht stets ungeformt. "Formlos" heißt auf keine Form beschränkt.
Oben haben wir zwei psychiatrische Sichtweisen beschrieben. Beide Sichtweisen sind dualistisch. Sie betrachten Ich und Nicht-Ich als grundsätzlich getrennte Kategorien, die einander als objektive Realitäten gegenüber stehen. Dualismus heißt hier: Aufspaltung der Wirklichkeit in zwei getrennte Bereiche. Die Untersuchung des Verhältnisses von Subjekt und Objekt hat ergeben, dass diese Sichtweise die Wirklichkeit nur zum Teil beschreibt.
Reine Subjektivität muss unbegrenzt sein. Reine Subjektivität reicht notwendigerweise in die Objekte hinein. Sie drückt Möglichkeiten durch Objektivierung aus. Eine solche Welt ist nicht nur aufgespalten. Ihre Aufspaltung wird durch einen tieferen Zusammenhang bewirkt. Eine solche Welt ist nicht nur dualistisch, sie ist im Dualismus kohärent. Das erkennbare Objekt steht dem erkennenden Subjekt nicht als fremde Kategorie gegenüber.
Obwohl das Objekt außer dem Subjekt keinen weiteren Inhalt hat, gibt es zwischen beiden Unterschiede. Das Objekt existiert als Ausdruck des Subjekts. Das Objekt hat kein eigenes Sein. Sein Sein liegt im Subjekt. Die Existenz des Objekts ist an Raum und Zeit gebunden, weil beide die Bedingungen seiner Begrenztheit sind. Das Sein des Objekts liegt aber jenseits davon.
Um das zu verstehen gilt es, Sein und Existenz zu unterscheiden. Die Existenz des Menschen oder einer Sache ist ein Sonderfall des Seins. Existenz manifestiert sich durch jenen Vorgang, durch den das Sein als Form in ein Feld hinaustritt, in dem es dann als seiendes Etwas existent wird. Die Realität des seienden Etwas liegt in der Begegnung mit anderen Dingen. Erst indem das Sein sich zu Formen reduziert, bringt es Formen zur Begegnung. Indem es Subjektivität durch die Formen zu Perspektiven verengt, schafft es Erkenntnismöglichkeiten, die erst durch Verengung entstehen. Das Resultat sind relative Subjekte. Während der objektivierte Pol des relativen Subjekts in der Raumzeit "bloß" existiert, umfasst der subjektive Pol sowohl die raumzeitliche Existenz als auch das ungeformte Möglichsein.