Man kann die Psyche nicht unterwerfen, weil sie der Versuch ist, nicht unterworfen zu sein. Je mehr man versucht, sich selbst zu beherrschen, desto stärker wird der Impuls, die Herrschaft zu brechen.
Testergebnis
Zwanghafte Verhaltensmuster: Stark ausgeprägt
Allem, was von innen kommt, misstrauen Sie. Womöglich haben Ihre Impulse Sie schon einmal der Macht anderer ausgeliefert oder Ihr Gefühlsausdruck und Ihre Impulse sind im Umfeld auf soviel Missbilligung gestoßen, dass Ihnen die Zurückweisung heute noch peinlich ist. Vermutlich war das bereits in der Kindheit. Irgendwann haben Sie sich auf den Weg gemacht, ihrem Willen alles zu unterwerfen, was Sie der Übermacht anderer überliefern könnte. Dazu gehört vor allem der spontane Ausdruck der eigenen Gefühle und Schwächen aller Art.
Um die Kontrolle zu erlangen, haben Sie sich womöglich verschiedene Muster zugelegt.
- Zählen und Ordnen von Gegenständen
- Magische Denk- oder Handlungsrituale, um Gefühle der Ohnmacht zu vermeiden
- Wiederholtes Kontrollieren der Resultate Ihrer Handlungen, damit Sie keine Fehler übersehen
- Gewissenhafter Kampf um die Richtigkeit jeder Entscheidung
- Vermeiden aller Taten, Laster und Impulse, die man Ihnen vorwerfen könnte, wie Lust, Unpünktlichkeit, Verschwendung, Unbeherrschtheit und Schlamperei
Ihre Mühe, das "Gefährliche" aus der Psyche zu verbannen, führt jedoch zu deren Gegenreaktion. Das Bekämpfte bedrängt Sie so, dass Sie sich nur schwer entziehen können: Phantasien tauchen auf, in denen Sie tun, was Sie unbedingt vermeiden möchten; vielleicht sogar gewalttätige oder obszöne Phantasien, die sich nicht verdrängen lassen. So entsteht die Furcht, trotz aller Kontrolle, etwas falsch gemacht zu haben oder es bald zu tun.
Zu Ihren typischen Abwehrmechanismen zählen:
Was Sie tun können, um Ihre Lebensqualität zu verbessern
- Die Gedanken sind frei. Erlauben Sie sich Impulse und Phantasien, auch wenn sie nicht unmittelbar zur Umsetzung zu empfehlen sind.
- Trennen Sie sich schneller von Dingen, die Sie vermutlich nicht mehr brauchen. Spüren Sie die Angst, dann der Ungewissheit ausgeliefert zu sein. Bekämpfen Sie die Ungewissheit nicht.
- Unterwerfen Sie sich auch dann nicht, wenn Sie Fehler machen.
- Lernen Sie die Angst zu ertragen, dass Fehler, Schwäche oder Bedürftigkeit Sie anderen ausliefern könnten.