Die ADHS führt oft zu Depressionen, Ängsten und komplexen Persönlichkeitsstörungen.
Es kann aber auch umgekehrt sein: Depressionen, Ängste und Persönlichkeitsstörungen können Symptome verursachen, die einer ADHS ähnlich sind.
Einiges spricht dafür, dass Ihr Verhalten leichte ADHS-Merkmale aufweist. Außerdem erfüllen Ihre Angaben die Grundbedingung für die Diagnose der ADHS: dass die Probleme bereits in der Kindheit oder im Jugendalter begonnen haben.
Allerdings ist Folgendes zu bedenken:
Die Übergänge zwischen "problematisch" und "normal" sind auch bei der ADHS fließend. Bloß weil Sie womöglich lebhaft, impulsiv, temperamentvoll und kein Großmeister von Ordnung, Disziplin und Planbarkeit sind, heißt das noch lange nicht, dass Ihre Muster krankhaft wären.
Gerade die ADHS zeigt viele Überlappungen zu anderen seelischen Störungen. Falls Sie mit Ihren Verhaltensmustern hadern und im ADHS-Test so viele Punkte gesammelt haben um auf diese Seite zu kommen (mindestens 9 von 30), könnte es durchaus sein, dass Ihr Problem woanders liegt. Zu Störungen der Aufmerksamkeit und der Impulskontrolle kann es primär kommen. Dann spricht man von ADHS. Oder aber sie sind Folge anderer Probleme.
Nur wenn klar ist, dass deutliche Störungen der Aufmerksamkeit, der Impulskontrolle und der Fähigkeit, sich reibungsarm in soziale Umgebungen einzufügen, durchgehend seit der Kindheit vorliegen, verdichten sich die Hinweise auf eine ADHS.
Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass man Ihren Problemen die Diagnose einer ADHS zuordnen könnte, finden Sie im Kapitel ADHS unter "Selbsthilfe" vielleicht ein paar Anregungen.